Mehrkampfmeisterschaften 2005, 06.-07.08.2005
TV Inwil an den Schweiz Mehrkampfmeisterschaften
Unterschiedliches Wettkampfglück
Bucher Silvan im Hoch
Der JB-Athlet, der das ganze letzte Jahr wegen Verletzungen keinen einzigen Wettkampf bestreiten konnte, startete in Payerne zu seinem ersten
Mehrkampf hervorragend mit persönlichen Bestleistungen über 100m Hürden und im Weitsprung. Weil er im Kugelstossen einen Meter unter seinem Können
blieb, wollte er im Hochsprung unbedingt aufholen, um unter die ersten 10 zu gelangen. Nach einem Nuller auf der Anfangshöhe von 1.50m wurden aber
seine Sprünge immer besser und trotz Schmerzen im Fuss steigerte er seine vorher schon gute Bestleistung um 5cm und überquerte die Latte auf
hervorragenden 1.79m. Vielleicht stieg er deshalb etwas übermotiviert in den Diskusring. Nach drei Fehlversuchen war der Wettkampf für Silvan
Bucher zu Ende. Aber an den Mehrkampfmeisterschaften in Hochdorf will er seine grossen Fortschritte noch einmal unter Beweis stellen.
Luzia Häberli, undankbare Vierte
Weil die beste Schweizer Siebenkämpferin, Simone Oberer, an den Weltmeisterschaften in Helsinki starten durfte, konnte sich Luzia Häberli berechtigte
Hoffnungen auf eine Medaille machen, führte sie doch das Teilnehmerfeld mit der diesjährigen Bestleistung von sehr guten 5460 Punkten an. Doch schon
im Hürdenlauf verlor sie auf ihre Bestzeit über 6 Zehntel. Im Hochsprung erreichte sie zwar ihre diesjährige Besthöhe von 1.72m, konnte sich aber
in dieser Disziplin und trotz 12.58m im Kugelstossen von ihren Konkurrentinnen nicht absetzen.
Enttäuschung machte sich bei ihr breit, als sie auch im abschliessenden 200m-Lauf zwar eine gute Standartzeit erreichte, aber halt doch wieder um
6 Zehntel über ihrer Bestleistung blieb.
Auch der zweite Tag brachte mit 5.50m im Weitsprung und 35.86m im Speer zwar gute aber keine Spitzenresultate. So blieb trotz kämpferischem Einsatz
im abschliessenden 800er nur der undankbare 4. Platz für eine Luzia Häberli, die am Europacup entscheidend zum Klassenerhalt der Schweizer
Mehrkämpferinnen beigetragen hatte. Aber sie wird weitertrainieren und weiterkämpfen, denn trotz einer Steigerung von 100 Punkten im letzten
und 200 Punkten in diesem Jahr hat Luzia Häberli ihr Potenzial noch nicht ausgeschöpft.
Martin Suter mit überraschender Leistung
Dieser junge Bursche arbeitet konsequent und zielstrebig. Niemand hat ihm einen 9. Rang und 5750 Punkte in seinem ersten Juniorenjahr zugetraut,
nur er war überzeugt davon! Nachdem er im Juni in Landquart trotz höherer Hürden und schwereren Stoss- und Wurfgeräten seine Jugend A Punktzahl
übertroffen hatte, konnte man wohl eine Steigerung , aber nicht gerade um beinahe 400 Punkte erwarten.
Der Wettkampf begann mit persönlicher Bestleistung (PB) von 11.61s im Sprint. 1cm fehlte im Weitsprung, aber mit der 6-kg-Kugel steigerte er sich
um 60cm auf sehr gute 11.36m. Der Hochsprung blieb Durchschnitt, aber seine 400m- Zeit verbesserte er um sagenhafte 3.33 Sekunden. Auch der
zweite Tag begann mit einer um 8 Zehntel verbesserten Hürdenzeit, bevor dann der Diskuswurf etwas misslang. Dafür aber übersprang er im Stabhoch
sicher 3.70m und erreichte im Speer nochmals eine PB mit 44.70m. Auch der 1500er endete mit einer PB, doch muss die Zeit noch um rund 23 Sekunden
besser werden, bis wir sie in unsern Bericht aufnehmen!
Was bei Luzia Häberli angemerkt wurde, gilt für Martin Suter noch viel mehr. Sein Potenzial ist noch lange nicht ausgeschöpft, aber seine Trainerin
Andrea Thali wird ihn gewiss schon nächstes Jahr an oder über die 6000er Punktzahl führen. Viel Glück!
(hd)