SVM Final 2004, 18.09.2004
Für einmal das Nachsehen
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Die Frauen in Basel (NLB-Abstiegsrunde) wie auch die Männer in Locarno (NLB-Aufstiegsrunde) blieben gegen die
übermächtige Konkurrenz der Schweizer Vereinsmeisterschaften chancenlos.
dm. Für die Herrenmannschaft des TV Inwil war wegen
der vielen neu eingesetzten Nachwuchsathleten bereits vor Wettkampfbeginn absehbar, dass ein Aufstieg in die NLA ausser
Reichweite liegen würde. Teamchef Paul Buchmann bezeichnete diesen Final gegen Virtus Locarno, GG Bern und CEP Cortaillod
deshalb als Hauptprobe für das nächste Jahr. Am letzten Wochenende überzeugten in Locarno in erster Linie die Läufer, das
800 Meter-Rennen wurde zum Highlight des Tages. Christian Niederberger, Adrian Wüest, Markus Christen und Dominik Meier
drückten dem Lauf von Beginn an den Stempel auf und bildeten an der Spitze des Feldes eine rot-weisse Einerkolonne. Peter
Kreienbühl, ein Athlet aus der Jugendkategorie, pulverisierte über 1500m seine alte Bestmarke um 10 Sekunden, und Flavio
Zberg und Adrian Wüest blieben über die Bahnrunde deutlich unter der 50-Sekunden-Grenze. Beim 200m-Lauf überzeugte Simon
Randriamora mit schnellen 22.72 Sekunden, Flavio Zberg folgte mit 13 Hundertstel Rückstand dicht dahinter. Behaupten gegen
die Schweizer Elite konnte sich der Junior Alessandro Reinert mit übersprungenen 4.10 Meter beim Stabhochsprung, so
erkämpfte er wichtige Punkte für das Team. Roland Müller hellte die durchschnittliche Bilanz der Werfer auf, indem er den
Diskus auf 37.88 Meter schleuderte, was ihm zwei Wochen zuvor eine Medaille an den für ihn unglücklich verlaufenen
U23-Schweizermeisterschaften eingebracht hätte. Die Kugel landete nach seinem besten Wurf erst nach 12.65 Meter, womit er
auch in dieser Disziplin dem Verein einen grossen Dienst erwies. Auch wenn einige Athleten über sich hinaus wachsen konnten,
blieb dem TV Inwil zum Schluss nur der vierte Platz, womit man den Aufstieg deutlich verpasste. Aber dies war ja auch erst
die Hauptprobe...
Frauen steigen ab
Die Damen reisten mit nur 13 Athletinnen als sehr kleine Mannschaft zur NLB-Abstiegsrunde nach Basel. Gegen die starken
Konkurrentinnen von CoA Lausanne-Riviera, Old Boys Basel und GA Bellinzona wären einige Exploits nötig gewesen, um den
Ligaerhalt zu schaffen. Diese blieben aber weitgehend aus, einzig Luzia Häberli konnte die in sie gesteckten Erwartungen
umsetzen. So erbrachte sie mit der 4x100m-Staffel gleich zu Beginn ein ansprechendes Zählresultat, übersprang im
Hochsprung 1.72 Meter, und erzielte mit neuer persönlicher Bestleistung über 100m Hürden die höchste Punktzahl für den
TV Inwil. Die Sprinterinnen zeigten sich über 200m von ihrer besten Seite, Brigitte Jost und Clive Wullschleger füllten
das Punktekonto trotz 2.5 m/s Gegenwind mit gelungenen Läufen weiter auf. Dagegen kamen sämtliche 100m-Läuferinnen nicht
auf Touren und blieben unter den Erwartungen. Auch in den Sprung- und Wurfdisziplinen wuchs keine weitere Athletin über
sich hinaus, dazu kam der für das kleine Team nicht ideale Zeitplan, so waren der 400m- und 800m-Lauf nur durch eine
knappe Stunde voneinander getrennt, wodurch sich die in diesen Disziplinen durch Doppeleinsätze belasteten Athletinnen
Gabi Lang und Christine Schärer nur ungenügend erholen konnten. Die Tatsachen, dass sich die verletzungsbedingt als
Kampfrichterin aufgebotene Manuela Frei vor Ort ein Dress und Schuhe auslieh, damit überhaupt in jeder Disziplin vollständig
gepunktet werden konnte, und dass Judith Sutter trotz noch nicht ganz ausgestandener Krankheit zur SVM startete,
unterstreicht die derzeitige Personalnot im Frauenteam. So kam es denn auch für niemanden überraschend, als der Speaker
nach Wettkampfende den Abstieg des TV Inwil in die 1. Liga bekanntgab.